Benötigte Materialien (improvisiert):
- Stab oder stabiler Gegenstand (z. B. Schraubenzieher, Holzstock, Kugelschreiber ohne Hülle – stabil, nicht zerbrechlich)
- Fester Gurt oder Stoffstreifen (z. B. Halstuch, Gürtel, langer Stoffstreifen, Schlauchverband, T-Shirt-Streifen)
- Optional: Band, Schnur oder Tape zum Fixieren des Stabs
Anleitung: DIY-Tourniquet anlegen
1. Geeignete Stelle wählen:
- Nur bei lebensbedrohlicher Blutung an Armen oder Beinen verwenden.
- Den Tourniquet mindestens 5–7 cm über der Wunde anlegen – nicht auf einem Gelenk!
2. Band um die Extremität legen:
- Lege das Band (Stoffstreifen/Gurt) eng um den Arm oder das Bein.
- Ziehe es so fest wie möglich und knote es mit einem einfachen Knoten.
3. Stab als Drehelement einbauen:
- Lege den Stab auf den Knoten.
- Mache einen weiteren Knoten über dem Stab, um ihn zu fixieren.
4. Stab drehen, bis die Blutung stoppt:
- Drehe den Stab, um Druck aufzubauen.
- Drehe, bis die Blutung deutlich nachlässt oder stoppt.
- Dies kann schmerzhaft sein – aber notwendig, um das Leben zu retten.
5. Stab fixieren:
- Wenn der Druck ausreicht und die Blutung gestoppt ist, fixiere den Stab, z. B. mit einem Band, Gurt oder indem du ihn in den Stoff einklemmst.
6. Zeit notieren:
- Schreibe die Uhrzeit auf, wann der Tourniquet angelegt wurde (z. B. mit einem Stift auf der Haut oder Kleidung).
- Ein Tourniquet sollte nicht länger als 1–2 Stunden angelegt bleiben – nur im absoluten Notfall länger.
- Tourniquets sind eine letzte Maßnahme bei starkem arteriellen Blutverlust, wenn Druckverbände nicht ausreichen.
- Bei unsachgemäßer Anwendung besteht die Gefahr von Nervenschäden oder Gewebeverlust – nur im echten Notfall anwenden.